Brei oder BLW? Warum du dich nicht entscheiden musst

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Kennst du diesen Moment, wenn du dein Baby beim ersten Löffel Brei filmst, voller Vorfreude – und dein kleiner Schatz macht dir eine „Danke, aber nein danke“-Miene? Oder du reichst voller Hoffnung ein gedünstetes Gemüsestück, und statt dass es im Mund landet, wird es zum Wurfgeschoss? Willkommen in der aufregenden Welt der Beikosteinführung!
Viele Eltern stehen irgendwann vor der Frage: BLW oder Brei? Also lieber Baby Led Weaning (kurz BLW) – sprich, das Baby darf selbstständig essen – oder klassisch den Brei füttern? Die gute Nachricht: Du musst dich gar nicht entscheiden.
Inhaltsverzeichnis
- 1 BLW oder Brei – was steckt dahinter?
- 2 Warum du dich nicht entscheiden musst
- 3 Welche Breie eignen sich zum Start?
- 4 Welche Lebensmittel sind für BLW geeignet?
- 5 Buchempfehlung für entspannte Beikosteinführung
- 6 Sicherheit geht vor – immer!
- 7 Tipps, die den Alltag entspannen
- 8 Brei übrig? So kannst du ihn weiterverwenden
- 9 Fazit – Dein Weg ist der richtige
BLW oder Brei – was steckt dahinter?
Brei
-
Klassisch gekocht, püriert und mit dem Löffel gefüttert
-
Vorteil: Kontrolle über Menge und Konsistenz
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Nachteil: Nicht jedes Baby lässt sich gern füttern
BLW (Baby Led Weaning)
-
Baby isst Fingerfood (weich gekochtes Gemüse, Obst, Brot usw.) selbstständig
-
Vorteil: Fördert Motorik und Selbstständigkeit
-
Nachteil: mehr Chaos und Sauerei
👉 Fazit: Dein Baby darf Brei UND BLW haben.
Warum du dich nicht entscheiden musst
Ich war beim ersten Kind ehrlich gesagt überfordert. Mein Grosser galt immer als „schlechter Esser“. Dabei zeigte die Waage und der Kinderarzt regelmässig: Alles bestens! Gewicht, Grösse, Entwicklung – alles im grünen Bereich. Nur eben: Essen mochte er nicht immer – lieber die Brust.
An manchen Tagen wollte er anstatt Brei lieber vom Tisch mitessen. Also habe ich irgendwann aufgehört, die Sache zu verkopfen. Stattdessen gab’s bei uns:
-
Morgens: Brei (praktisch, z. B. Haferbrei mit etwas Obstmus)
-
Znüni: BLW-Snack – ein Stück Banane oder selbstgemachte Bananen-Haferflocken-Kekse
-
Mittags: Je nachdem, was ich gekocht hatte, mal Brei, mal BLW
-
Zvieri: Brei, oft Joghurt mit Früchten
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Abends: Wieder Brei
👉 Wichtig: Dein Baby darf lernen – und zwar in seinem Tempo.
Welche Breie eignen sich zum Start?
-
Gemüsebrei: Karotte, Pastinake oder Kürbis (Achtung: Karotte führt manchmal zu Verstopfung)
-
Getreidebrei: sättigend, gute Basis
-
Obstbrei: Apfel oder Birne gekocht und püriert
👉 Tipp von unserem Kinderarzt: Starte am besten mit nur einem Gemüse und bleib ein paar Tage dabei. So merkst du gleich, ob dein Baby es gut verträgt. Neue Lebensmittel solltest du ausserdem lieber tagsüber einführen – nicht am Abend. Denn mögliche Reaktionen wie Hautausschläge oder Allergien können erst Stunden später auftreten. Und da ist es einfach praktischer, wenn dein Baby nicht gerade friedlich im Bett liegt. 😉
Und noch etwas: Lass dich bitte nicht von der Portionsgrösse auf Breigläschen irritieren. Viele Gläschen haben 190 g Inhalt – das heisst aber nicht, dass dein Baby diese Menge aufessen muss. Manche sind schon nach ein paar Löffeln zufrieden, andere futtern mehr. Beides ist völlig normal. Verlass dich da lieber auf dein Kind und seine Signale, statt auf die Grammangabe auf dem Etikett. 💛
Welche Lebensmittel sind für BLW geeignet?
Geeignet sind Lebensmittel, die weich, griffig und babysicher sind:
-
weich gedämpfte Karottensticks
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Banane in Stücken
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Avocado-Scheiben
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weiche Brotrinde
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gedämpfte Zucchini oder Süsskartoffel
👉 Wichtig zu wissen: Bei Babys liegt der Würgereflex am Anfang noch viel weiter vorne auf der Zunge. Das heisst, es kann öfter passieren, dass dein Baby beim Probieren würgt – auch wenn es gar nicht in Gefahr ist. Das sieht für uns Erwachsene manchmal dramatischer aus, als es wirklich ist. Bleib ruhig, sei in der Nähe und erinnere dich: Würgen ist ein ganz normaler Schutzmechanismus, kein Zeichen, dass dein Baby sich verschluckt hat.
Auch die Grösse der Stücke ist entscheidend: Am besten sind längliche Sticks oder grössere Stücke, die dein Baby gut mit der Faust greifen kann, während oben noch etwas herausschaut, um daran zu lutschen oder zu knabbern. Winzige Stückchen eignen sich am Anfang weniger, weil Babys sie motorisch noch nicht so gut fassen können.

Buchempfehlung für entspannte Beikosteinführung
Wenn du dir noch mehr Inspiration und praktische Rezepte wünschst, kann ich dir Lotta’s Beikost Guide: Euer Weg zwischen Brei & BLW* von Lena Becker ans Herz legen.
Das Buch ist wie gemacht für Eltern, die sich fragen: „BLW oder Brei – oder doch beides?“ und genau diesen Mittelweg gehen wollen.
Was dich darin erwartet:
-
über 50 Rezepte – von cremigen Breien bis zu fingerfreundlichen BLW-Gerichten
-
alles ohne Zucker und nährstoffreich
-
einfache Tipps für den Alltag
-
viele ermutigende Hinweise, wie du die Beikostzeit stressfrei und liebevoll gestalten kannst
Besonders schön finde ich: Das Buch nimmt dir den Druck, „alles richtig machen zu müssen“, und zeigt stattdessen, dass Essen Spass und Entdecken sein darf – für dich und dein Baby.
Sicherheit geht vor – immer!
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Baby beim Essen nie unbeaufsichtigt lassen
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Konsistenz: Alles muss zwischen den Fingern zerdrückbar sein
-
Gefährliche Lebensmittel meiden (Nüsse, Trauben oder Blaubeeren am Stück, rohe Karotten, Honig im 1. Jahr)
-
Baby sitzt beim Essen aufrecht und kann die Füsse abstellen (wichtig für das Husten beim Verschlucken)
Tipp: Ein Erste-Hilfe-Kurs für Babys gibt Sicherheit.
Tipps, die den Alltag entspannen
- Erwarte keine Sauberkeit. Lätzchen, Unterlage und Humor helfen.
- Iss gemeinsam. Dein Baby lernt von dir.
- Biete Abwechslung an. Mal Brei, mal Fingerfood.
- Hör auf dein Bauchgefühl. Du kennst dein Kind am besten.
- Vergiss Perfektion. Mal bleibt der Teller voll – alles normal.
Brei übrig? So kannst du ihn weiterverwenden
Es passiert fast jedem: Du kochst oder öffnest ein Breigläschen – und dein Baby schaut dich an, als wolltest du ihm Rosenkohl mit Knoblauch servieren. Keine Sorge, das ist ganz normal. Babys essen mal mehr, mal weniger, und manchmal eben gar nicht.
👉 Damit du den Brei nicht wegschmeissen musst, hier ein kleiner Alltagstrick:
-
Verwende den Rest einfach als Sauce für Nudeln oder Reis.
-
Auch als Basis für eine Gemüsesuppe funktioniert Brei super.
-
Manche Sorten (z. B. Obstbrei) kannst du sogar in Joghurt rühren oder als Smoothie-Basis nutzen.
So hat nicht nur dein Baby etwas davon, sondern die ganze Familie. Und du sparst dir gleichzeitig ein schlechtes Gewissen wegen Lebensmittelverschwendung. Win-win!
Fazit – Dein Weg ist der richtige
Du musst dich nicht zwischen BLW oder Brei entscheiden. Dein Baby darf beides probieren, Hauptsache, ihr habt Freude daran. Mach dir keinen Stress – dein Kind weiss, was es braucht, und du bist die beste Begleitung. 💛

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